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24 Stunden sind 24 Stunden

Trödeln dein bestes Zeitmanagement
March 3, 2026 by
24 Stunden sind 24 Stunden
Mário Santiago

👋 Schluss mit dem „Schnellschnell“: Warum Trödeln dein bestes Zeitmanagement-Tool ist

Kennst du das? Deine To-do-Liste ist so lang, dass du schon beim bloßen Anblick in Schockstarre verfällst. Du rackerst dich im „Kleinklein“ ab, aber der Berg wird gefühlt immer höher.

In einem spannenden Interview mit der WirtschaftsWoche räumt die Organisationsexpertin Cordula Nussbaum mit dem klassischen Effizienzwahn auf. Ihr Credo: Wir brauchen weniger starre Listen und mehr Mut zur Lücke – und zum „Trödeln“.

1. Die „To-do-Wolke“ statt der Peitsche

Viele empfinden klassische Listen als einengend. Wenn am Ende des Tages noch 47 Punkte offen sind, stellt sich Frust ein. Nussbaum schlägt stattdessen die „To-do-Wolke“ vor:

  • Der Vorteil: Du hast alles schwarz auf weiß aus dem Kopf raus, gibst dir aber die Erlaubnis, Dinge „mitreisen“ zu lassen.

  • Die Erkenntnis: Nur weil etwas aufgeschrieben ist, muss es noch lange nicht sofort erledigt werden. Oft erledigen sich Dinge durch Priorisierung (oder Streichen!) von selbst.

2. Die 2-Minuten-Regel gegen die Aufschieberitis

Wenn eine Aufgabe zu groß erscheint, blähen wir sie im Kopf auf. Der Trick der Expertin: Einfach anfangen.

Nimm dir vor, nur zwei bis vier Minuten an dem Projekt zu arbeiten. Meistens bricht dieser erste kleine Schritt den Bann. Wenn nicht? Dann machst du morgen wieder nur zwei Minuten. Hauptsache, der Stein kommt ins Rollen.

3. Mut zum Puffer: Die 50-30-20-Regel

Das klingt für viele nach Teilzeit, ist aber laut Nussbaum überlebenswichtig für gesundes Arbeiten:

  • 50 % für die geplanten Aufgaben.

  • 30 % für Unvorhergesehenes (Anrufe, Krisen, spontane Meetings).

  • 20 % zum „Trödeln“ – was in Wahrheit Kreativ- und Reflexionszeit ist.

Wer diese Puffer nicht plant, brennt aus oder übersieht das Wesentliche. „Wir könnten viel Zeit sparen, wenn wir mehr denken würden“, so die Expertin.

4. Der „Klar-Schiff-Tag“

Für die Dinge, die seit Monaten als „Nice-to-have“ mitschwingen (wie der obligatorische LinkedIn-Post), empfiehlt sie radikale Fokus-Tage. Einmal im Quartal alles wegarbeiten, was liegengeblieben ist: Augen zu und durch!

Fazit: Zeitmanagement bedeutet nicht, noch mehr in den Tag zu quetschen. Es bedeutet, den Mut zu haben, Prozesse zu hinterfragen und sich den Raum für echtes Denken zurückzuholen.

Den vollständigen Artikel der WirtschaftsWoche findest du hier: „Wir saufen ab im Kleinklein, im Schnellschnell“ – Interview mit Cordula Nussbaum (Hinweis: Datum des Originalartikels: 02.03.2026)

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